Vorsorge und Früherkennung
Vorsorge
Zur Verminderung des Risikos, an einem Dick- oder Enddarmkrebs zu erkranken, empfehlen Fachleute regelmäßige körperliche Betätigung sowie ein Körpergewicht im Normbereich. Viele Ballaststoffe (Obst, Gemüse, Müsli u.a.) haben ebenso einen positiven Effekt, wie eine allgemein ausgewogene Ernährung ohne übermäßigen Fleisch- oder Alkoholkonsum. Zur wirksamen Vorbeugung des Dick- und Enddarmkrebses durch Mikronährstoffe oder Medikamente gibt es derzeit keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse.
Früherkennung
Früherkennungsmaßnahmen sollten in der Regel ab dem 55. Lebensjahr durchgeführt werden. Wenn in der Familie jedoch schon ein Dick- oder Enddarmkrebs bzw. gutartiger Tumor aufgetreten ist, liegt ein höheres Erkrankungsrisiko vor. In diesem Fall wird eine Früherkennung bereits ab dem 50. Lebensjahr empfohlen.
Zur Vorsorgeuntersuchung stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung:
- Test auf verstecktes Blut im Stuhl (okkultes Blut, FOBT)
- Spiegelung des Krummdarms und des Enddarms (Sigmoidoskopie)
- Darmspiegelung (Koloskopie)
- Computertomographie
- Kernspintomographie
- Andere moderne Verfahren wie immunologische oder molekulare Testverfahren
Standardverfahren ist die Darmspiegelung, bei der mit höchster Sicherheit und Genauigkeit ein Dick- oder Enddarmkrebs oder eine gutartige Neubildung in diesem Bereich festgestellt werden kann. Gutartige Polypen können bereits während der Spiegelung abgetragen werden.
